Beethoven! – Still alive

von 26.01.2020Aktuelles

Ein Beethoven, zwei Beethoven, drei Beethoven – sind das nicht zwei Beethoven zu viel auf der Bühne? Gut, der großartige Komponist ist seit 193 Jahren tot und liegt wahrscheinlich noch heute auf dem Wiener Zentralfriedhof. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, kann man einen Beethoven für zwei Stunden von den Toten auferstehen lassen. Doch gleich drei?

Um es gleich vorwegzunehmen, es sind nicht zu viele Beethovens auf der Bühne. Beethoven! das neue Ballett von Robert North, welches am 25. Januar 2020 seine Premiere in Krefeld feierte, wurde lautstark, unter tosendem Applaus gefeiert. Selbst auf der Premierenfeier nach der Aufführung wollte der Applaus nicht enden.

Des Rätsels Lösung um die dreifachen Beethovens – es gibt

  • den emotionalen Beethoven (getanzt von Alessandro Borghesani),
  • den musikalischen Beethoven (am Klavier André Parfenov)
  • und den erzählenden Beethoven (als Schauspieler Michael Grosse).

Eine sehr clevere Idee von Robert North, neben dem Tanz live gespielte Klavierstücke einzubauen und zusätzlich das Leben des Komponisten in die europäische Geschichte erzählerisch einzubetten. Klingt vielleicht etwas kompliziert, ist es aber nicht, da alle drei hervorragend interagieren.

Das Leben des großen Meisters wird in vielen verschiedenen Szenen dargestellt – seine Zeit in Bonn, sein Umzug nach Wien, sein Aufstieg in der Hauptstadt des Habsburgerreiches, der Verlust seines Gehörs, die Liebe zu den Frauen, der Aufstieg Napoleons, der familiären Zwist um seinen Neffen und natürlich seine unsterbliche und bis heute unbekannte Geliebte.

Der erzählende Beethoven – Michael Grosse nimmt den Zuschauer an die Hand und führt durch den Abend. Damit erfährt man Bekanntes und weniger Bekanntes vom großen Komponisten. Er war Anhänger der Ideen und Reformen Napoleons – zumindest solange, bis dieser sich selbst zum Kaiser krönt. Nach dem Tod seines Bruders, kämpfte er unerbittlich um das Sorgerecht seines Neffen. Dieser wiederum war mit dem Erziehungsprogramm des Onkels überfordert und unternahm einen Suizidversuch.

Der spielende Beethoven – André Parfenov untermalt mit Musik von Bach und Beethoven sowie eigenen Kompositionen die einzelnen Szenen. Mehr als einmal überrascht er das Publikum mit seinem virtuosen Können. Die weiteren Musikstücke von  Mozart, Dinicu und Cage werden vom Band gespielt.

Der emotionale Beethoven – für Alessandro Borghesani braucht es nicht viele Worte, da er einfach brillant und hingebungsvoll den Beethoven verkörpert. Ob als junger Mann, der voller Tatendrang in Wien ankommt, als Liebender, der seine Angebetete nicht erreicht oder als vom Dämon (Gehörleiden) Besessener. Er ist in jeder beethovenscher Lebenslage absolut überzeugend.

Neben den Dreien kommt das Ballettensemble ganz schön ins Schwitzen. Hebefiguren, Sprünge, Fallfiguren – als Duo, Trio oder mit dem gesamten Ensemble. In diesem Ballett von Robert North gibt es so einige eindrucksvolle Tanzkonstellationen auch fernab des „klassischen“ Pas de Deux.

Beethoven! ist ein Augen- und Ohrenschmaus für den Zuschauer. Die unvergessliche Musik, die starken Bühnenbilder und prächtigen Kostüme (kreiert von Luisa Spinatelli) brennen sich in das Gedächtnis ein und lassen einen zum Ende jubelnd vom Sitz hochspringen. Als Mitglied im Verein „Gesellschaft für Ballett und Tanz“, Ballett-Liebhaber und großer Fan von Robert North kann ich Euch nur empfehlen sich diese leidenschaftliche Produktion anzuschauen. Es lohnt sich!

Wer nun Lust hat das Ballett live zu erleben, der hat in [→ Krefeld noch einige Gelegenheiten. Wer gerne die zweite Premiere in Mönchengladbach mitmachen möchte, der notiere sich am besten schon den 5. September 2020.

Und nun auf zur [→ Theaterkasse 

Eine kleine Kostprobe

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Impressionen zu Beethoven!

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